Im letzten Post hatte ich über mein neues NAS von UGREEN berichtet. Die Ersteinrichtung ist abgeschlossen. Jetzt steht die automatische Steuerung des Ein-/Ausschaltens auf dem Zettel.

Das UGREEN NAS lässt sich per Wake-on-LAN (WOL) aus dem „Tiefschlaf“ holen, in dem es nur sagenhafte 1 W Strom verbraucht. Außerdem könnt ihr in der Systemsteuerung des NAS Zeitpunkte zum Aus-/Einschalten definieren.
Mit WOL ein- und per Zeitplan ausschalten
Dazu aktiviert ihr die WOL Funktion und das automatische Ausschalten in der Systemsteuerung des NAS.

In meinem Beispiel wird das NAS jeden Tag um 2:00 Uhr ausgeschaltet, falls es im Laufe des Vortags irgendwann eingeschaltet wurde. In die Zeit zwischen 0:00 Uhr und 1:00 Uhr habe ich alle Sync Jobs mit dem OneDrive – siehe Cloud Dienste – gepackt. Alternativ könnt ihr das NAS über die URGREEN App auf dem Handy ausschalten.
Aber wie manuell remote einschalten? Hier kommt Home Assistant (HA) ins Spiel 😉
WOL in Home Assistant (HA)
In Home Assistant (HA) aktiviert ihr WOL, falls noch nicht geschehen, durch einen Eintrag in der configuration.yaml.
# wake_on_lan on
wake_on_lan:
Dann fügt ihr einen „Switch“ Eintrag für das NAS hinzu
switch:
- platform: wake_on_lan
name: "NAS"
mac: "6c:1f:f7:a8:dd:d7"
host: 192.168.x.x
Die MAC Adresse für euer NAS findet ihr in der NAS App, die IP-Adresse im Router – falls ihr automatische Adressvergabe konfiguriert habt. Dies habe ich nicht getan, sondern in der Konfiguration des NAS eine fixe IP-Adresse konfiguriert.
Dann solltet ihr noch eine Überprüfung der Konfiguration in HA über die Entwicklungswerkzeuge anstoßen und „Neu starten“. Danach steht der „Schalter“ (Switch) zur Verfügung.
Bei mir sieht das auf dem Handy so aus.

Nach dem „Einschalten“ dauert es etwas bis der Status auf „Ein“ gesetzt wird. Dies geschieht sobald das NAS unter der IP-Adresse erreichbar ist. „Ausschalten“ lässt sich das NAS über diesen Schalter nicht. Ihr könnt dies über die UGREEN App manuell tun. Wenn ihr das macht, wird der Status in HA automatisch erkannt und der „Schalter“ auf „aus“ gesetzt.

Das müsst ihr nicht, könnt ihr aber natürlich ;-), tun. Die Alternative ist das automatische Abschalten.
Nicht jeden Tag startet man das NAS. Man ist z.B. auch unterwegs und weis es zu schätzen, wenn die Daten vom Laptop unterwegs auf OneDrive gesichert werden und dann von OneDrive automatisch mit dem NAS synchronisiert werden. So sind die Daten „schon zu Hause“ bevor man zurück ist. 🙂
Ihr könntet dazu das NAS von unterwegs via HA auf dem Handy einschalten. Dazu braucht ihr kein UGREEN Konto oder zusätzlichen Remote Zugriff (vorausgesetzt HA zu Hause ist bereits remote erreichbar)
Eleganter ist die Verwendung einer HA Automation, die das NAS automatisch startet. Das kann zu einem beliebigen Zeitpunkt sein oder z.B. auch aufgrund eines „Ereignisses“ – wie z.B. das Einschalten des Fernsehers im Wohnzimmer…. weil ihr einen Kino-Abend geplant habt.
HA Automation zum Start des NAS
In meinem Beispiel soll das NAS automatisch kurz nach Mitternacht gestartet werden, damit es rechtzeitig zum Start der Sync-Jobs mit OneDrive zur Verfügung steht. Die Automation sieht so aus.

Relativ simpel. Das Einschalten des NAS zu einem Zeitpunkt (Wochentag/Zeit) – falls es nicht bereits eingeschaltet ist.
Hier der YAML-Code
alias: NAS am Sonntagnacht starten - für Sync mit OneDrive
description: ""
triggers:
- trigger: time
at: "00:10:00"
weekday:
- sun
conditions:
- condition: state
entity_id: switch.nas
state:
- "off"
actions:
- action: switch.turn_on
metadata: {}
target:
entity_id: switch.nas
data: {}
mode: single
Alternativen?
Ja, die gibt es. Im Internet findet ihr Anregungen, wie ihr das NAS via SSH-remote Session steuert. Damit könntet ihr das NAS über HA gezielt (zu einem bestimmten Zeitpunkt, Auslöser) ausschalten. Oder ihr baut in die Shutdown-Skripts des NAS einen http-call ein, der einen HA-Hook auslöst und HA dann „garantiert“ informiert wird, wenn das NAS runterfährt. Die Start-/Stop Skripts sollen wohl bei Updates des NAS nicht überschrieben werden.
Für mich ist die gefundene Lösung ausreichend und ich finde es nicht so schlimm, wenn das NAS mal ein paar Stunden „idle“ ist – bis zum nächsten automatischen Ausschalten. Bei ca. 7 W im Standby lässt sich das verkraften.


